Bosch Sicherheitssysteme - Partnerprogramm für Planer - Normen und Richtlinien

Definitionen

Damit Sie besser in der Vielfalt der Fachbegriffe zu Hause sind, führen wir mit jeder Ausgabe unseres Planernewsletters die Sammlung von Definitionen fort.

Vorschläge für weitere Begriffe können Sie gerne an mich schicken.

Autorin
Ute Dohnalek
Bosch Sicherheitssysteme GmbH
Marketing Gebäudesicherheit
E-Mail: ute.dohnalek@de.bosch.com
 


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Alarmierungsbereich (Jan. 2011)
Abschnitt eines Anwesens mit zugeordnetem Internalarm (gemäß DIN VDE 0833).

Auto Black
siehe Link Smart BLC und Auto Black

Brandabschnitt (Jan. 2011)
Teil einer baulichen Anlage, der gegenüber derselben und/oder einer anderen baulichen Anlage durch Brandwände und entsprechende Decken umschlossen ist (gemäß DIN VDE 0833).

Brandkenngröße (Nov. 2010)
Physikalische und/oder chemische Kenngröße, z.B. Rauch, Temperaturerhöhung, Flammenstrahlung, die in der Umgebung eines Brandes auftritt und deren messbare Veränderungen ausgewertet werden können.

Vergleich von Brandkenngrößenmustern (Nov. 2010)
Maßnahme zur Verifizierung des Alarmzustandes.
Der Brandmeldezustand wird erst nach Übereinstimmen erkannter Muster mit vorgegebenen Mustern erreicht.

Dual-Ray Technologie (Sept. 2010)
Dual-Ray Technologie nutzt ein neues, zukunftsorientiertes spezielles Prinzip zur Ermittlung von Rauchdichte und Partikelgröße und vergleicht die Intensität des Streulichts,
das von den unterschiedlichen Wellenlängen zweier LED-Quellen (einer Infrarot- und einer blauen Leuchtdiode) ausgeht. Eine Technologie, die so auf dem Markt der Brandmeldetechnik einzigartig ist.

Dual Streaming (Mai 2011)
Mindestens 2 unabhängige Videostreams, welche die IP-Kamera liefern kann.
Typisch 1x H.264 und 1x M-JPEG

Freischaltelement (Jan. 2011)
Das Freischaltelement (kurz FSE) ist ein Teil einer Brandmeldeanlage. Es dient der Feuerwehr dazu, von außen an einem Objekt einen Brandalarm auszulösen, falls von außerhalb eines Gebäudes ein Brand (Rauchentwicklung) entdeckt wird und die vorhandene BMA diesem Brand noch nicht detektiert hat. Das FSE dient dann als Schlüsselschalter, zu dem die Feuerwehr einen Schlüssel besitzt. Durch die Bedienung des Schlüsselschalters erfolgt die gesicherte Auslösung eines Brandalarms und es öffnet sich das Feuerwehrschlüsseldepot (kurz FSD), in dem sich letztendlich der Schlüssel zum Objekt befindet.

Weil nach dem Auslösen des Freischaltelementes ein ganz normaler Brandalarm ausgelöst wird, wird dieser auch zur Leitstelle übertragen und die Signalgeber angesteuert. Somit ist kein unbemerktes Entwenden des Schlüssels möglich (Quelle Bosch).

HD-Video (Mai 2011)
High Definition Video (sehr hochwertiges Video)
Folgende Parameter müssen hier gleichzeitig erfüllt sein:

  • Seitenverhältnis 16:9
  • Progessiv Scan (Non-Interlace)
  • Auflösung mindestens 1280 x 720 Pixel
  • Bildwiederholungsrate von mind. 25 Bilder/Sekunde

ISP-Technik (Intelligent Signal Processing = Intelligente Signalverarbeitung) (Sept. 2010)
Sensorsignale werden analysiert, miteinander verknüpft und von der ISP-Technik mithilfe eines einzigartigen Algorithmus verarbeitet. Der Algorithmus selbst basiert auf Regeln, die aus Erfahrungen mit 5 000 Brandmustern abgeleitet wurden. Wenn die kombinierten Signale einem bestimmten Brandmuster entsprechen, wird ein Alarm ausgelöst.

IR-Kameras (Sept. 2011)
Während „normale“ Farbkameras nur den spektralen Bereich des Weißlichtes (etwa die Empfindlichkeit des menschlichen Auges) abbilden, können IR-Kameras zusätzlich auch bis in den Infrarotbereich hinein sehen. Hierzu wird der mechanische IR-Sperrfilter (welcher für die korrekte Farbdarstellung wichtig ist) vor dem Sensor weggeschwenkt. Dies ist wichtig, wenn Szenen mit IR-Scheinwerfern beleuchtet werden sollen. Gleichzeitig schaltet die Kamera auf schwarz/weiß. Ohne (IR-) Licht sehen diese Kameras jedoch nichts. Alle unsere Tag/Nachtkameras sind IR empfindlich.

Progessiv Scan (Mai 2011)
Die Videobilder werden als Ganzes in voller Auflösung aus den Kamera-Chip ausgelesen (Vollbilder).
Eine Aufteilung in 2 Halbbilder (Unterteilt in geraden und ungeraden Zeilennummern) wie beim Zeilensprungverfahren (Interlace) erfolgt nicht.
Vorteil: Erhöhte Bildschärfe bei schnellen Objekten

Restlicht-Kameras (Sept. 2011)
Diese Kameras stammen meist noch aus der Zeit der Röhrentechnik und benötigen eine gewisse Restlichtmenge, welche sie dann verstärken. Die Bilder sind meist grünlich. Die Kameras sind sehr empfindlich, wenn sie bei Tageslicht arbeiten sollen und haben nur eine sehr begrenzte Lebensdauer. Auch sind sie verhältnismäßig teuer. Heute spielen sie in unsere Videotechnik kaum noch eine Rolle.

Three Streaming (Mai 2011)
Mindestens 3 unabhängige Videostreams, welche die IP-Kamera liefern kann.
Typisch 2x H.264 und 1x M-JPEG

Wärmebild-Kameras (Sept. 2011)
Diese Kameras benötigen keine Beleuchtung um auch bei völliger Dunkelheit sehen zu können. Da jedes Objekt auf Basis seines Materials und Temperatur selbst Wärmestrahlen aussendet, kann die Kamera dieses erfassen und in Bilder darstellen. In der Video-Sicherheitstechnik werden die Kameras speziell für gute Erkennbarkeit der Bildszene optimiert. (Anders als für die Erkennung von Glutnestern oder Kältebrücken.) Diese Kameras sind auch in der Lage, besser durch Nebel oder Rauch zu sehen. Ebenfalls können sie auch Objekte in großer Entfernung erkennen.

Wichtig: Wärmebildkameras können nicht durch eine normale Glasscheibe sehen. Auch Bosch bietet eigene Wärmebildkameras an: MIC-412 und die neue VOT-320 Serie mit integrierter Videosensorik.