Hochauflösende Kameras, Bilderkennungssystem
und Brandmeldetechnik

Bosch installiert Sicherheitstechnik im Brudermühl-
und im Candidtunnel

  • Dinion-Kameras regeln die vor allem in den Portalbereichen unterschiedlichen Lichtverhältnisse optimal aus
  • Bilderkennungstechnik detektiert Stau, stehende Hindernisse, Falschfahrer und Brände

Die Bosch Sicherheitssysteme GmbH hat im Auftrag des Generalunternehmers Osmo Anlagenbau GmbH & Co. KG den Brudermühl- und Candidtunnel mit brand- und videotechnischen sowie elektroakustischen Anlagen ausgestattet. Damit war Bosch nach dem Petueltunnel ein weiteres Mal an der Umsetzung der von der Landeshauptstadt München im Jahr 2002 beschlossenen Nachrüstung der Sicherheitseinrichtungen in den Münchener Ringtunneln beteiligt. Unter der Bauherrnschaft des Baureferates der Landeshauptstadt München und der städtischen Projektleitung durch die Abteilung Straßenbeleuchtung und Verkehrsleittechnik entstanden moderne Sicherheitsanlagen, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

Im Brudermühl- und im Candidtunnel hat Bosch hochauflösende Kameras des Typs Dinion eingebaut. Diese Kameras regeln elektronisch die vor allem in den Portalbereichen unterschiedlichen Lichtverhältnisse optimal aus und liefern immer Bilder in sehr guter Qualität. Die neue Technik zur Bildauswertung erkennt nicht nur Staus oder ein stehendes Hindernis, sondern zuverlässig auch Falschfahrer und sogar Brände. Im Störungsfall setzt sie sofort eine entsprechende Meldung über das Leitsystem in die Überwachungszentrale der Abteilung Straßenbeleuchtung und Verkehrsleittechnik, sowie die Verkehrszentrale München ab. Zur Beweissicherung werden die Bildsequenzen im Videodetektionssystem aufgezeichnet und gespeichert.

Im Brandfall doppelte Sicherheit:
Außer durch die Videokameras werden die Tunnel über ein durchgängiges Sensorkabel an der Tunneldecke nach Brandherden überwacht. Sollte im Tunnel ein Feuer ausbrechen, wird über die Brandmelderzentrale von Bosch eine Meldung an die Berufsfeuerwehr der Landeshauptstadt München gesendet. Gleichzeitig werden über sicherheitsgerichtete Steuerungen die Brandlüfter aktiviert, und der Tunnel wird gesperrt. Parallel dazu geht eine Meldung an die übergeordnete Tunnelleittechnik. Diese veranlasst die automatische Aufschaltung der entsprechenden Kameras auf die Überwachungsmonitore. Dadurch gewinnt man einen visuellen Eindruck über die Lage. Die Kameras sind über neue digitale Übertragungsstrecken an die Überwachungszentralen angebunden.

Für die Information der Kraftfahrer im Störungsfall installierte Bosch das Beschallungs- und Evakuierungssystem Praesideo. Sie erlaubt, Durchsagen direkt in den betroffenen Tunnel einzusprechen oder über eine Funkschnittstelle in den Autoradios zu empfangen.