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In der U-Bahn München wird seit 1979 Videotechnik zur Überwachung eingesetzt. Zu Beginn waren es S/W-Kameras,
die über 2-Draht-Strecken in die Unterzentralen jedes Bahnhofs und von dort in die Hauptzentrale übertragen wurden.
Einige Jahre später wurden die analogen Übertragungsstrecken auf Farbübertragung umgerüstet.
Ende 1999 tragen die Verantwortlichen der Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) die Entscheidung für den Aufbau eines
digitalen CCTV-Netzes, damit die immer größer werdende Anzahl von Kameras flexibel an eine zentrale Überwachungsstelle
übertragen werden kann. Bosch Sicherheitssysteme wurde den Anforderungen der Auftraggeber gerecht und mit der
Neuinstallation der Videotechnik beauftragt. Innerhalb eines halben
Jahres wurde ein GBit-Ethernet bestehend aus sechs
Ringen für die circa 95 U-Bahnhöfe sowie zwei Ringen für die Betriebshöfe und externen Nutzer aufgebaut.
Heute werden rund 800 Kameras aus den Bahnhöfen mit einer Qualität von 25 fps. bei einer Bandbreite von sechs MBit im
MPEG2-Qualität übertragen.
Als Encoder werden VJ 1000- und VIP 1000-Geräte verwendet. An sechs Überwachungsplätzen mit jeweils sechs TFT-Monitoren
werden die Bilder nach frei gestaltbaren Zyklen angezeigt. Zur Wandlung der digitalen Videosignale werden die neuen VIP-XD-Decoder
eingesetzt, da diese einen direkten VGA-Ausgang und zusätzlich die Möglichkeit des MPEG4-Decodings bieten (falls zukünftig
auch Kameras in MPEG4-Qualität übertragen werden sollten). Zur Aufzeichnung und Dokumentation stehen zwölf NVR-Server mit
insgesamt 80 Terrabyte Speicherkapazität zur Verfügung.
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