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Das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung Cenelec hat jetzt den Teil 1 "Systemanforderungen" des Standards EN 50132
"Videoüberwachungsanlagen für Sicherheitsanwendungen" (EN 50132-1) vorgelegt. Damit wurde das europäische Standardisierungswerk
für den Bereich Video vervollständigt. Frank Rottmann, Bosch Sicherheitssysteme GmbH und Vorsitzender der Cenelec-Arbeitsgruppe,
sagt: "Die Standards haben für Anwender und Hersteller von Sicherheitssystemen große Vorteile. Sie geben Impulse für weiteres
Wachstum auf den internationalen Sicherheitsmärkten. Für eine breite Akzeptanz ist es aber unerlässlich, dass die Sicherheitssysteme
auf die Einhaltung der Standards von unabhängigen Labors und nicht nur von den Herstellern und Errichtern selbst überprüft und
bescheinigt werden." Firmeneigene Erklärungen zur Verwendbarkeit von Produkten in Systemen nach EN 50132-1 würden, so Rottmann,
zwar eine erste Aussage in Bezug auf Qualität und Eigenschaften geben. Zusätzlich sollten jedoch Prüfungen durchgeführt werden,
wie sie bereits in Europa nationale Labors, beispielsweise wie der VdS in Deutschland (VdS Schadenverhütung GmbH), gemäß den
vorgegebenen EN-Standards anbieten.
Die EN 50132-1 legt mehr als 100 Mindestanforderungen fest, die von Videoüberwachungssystemen zu erfüllen sind. Beispielsweise
werden sicherheitstechnische Anforderungen für die Bildaufzeichnung, Bildübertragung und Bildanzeige sowie des Zugriffs und der
Protokollierung grundlegend festgelegt. Für Anwendungen mit dem höchsten Schadensrisiko, des Sicherheitsgrads Klasse vier, erhöht
sich die Anzahl der Anforderungen um mehr als 60. Für die Verbreitung des neuen Standards ist es auch wichtig, dass Nutzer eines
Videoüberwachungs-systems den nötigen Sicherheitsgrad eindeutig festlegen und Hersteller sowie Errichter ihre Systeme nach der
EN 50132 konzipieren, prüfen und dokumentieren. Der jeweils anzuwendende Sicherheitsgrad des Gesamtsystems bzw. seiner Komponenten
lässt sich durch ein Risiko-Assessment finden oder vom Versicherer festlegen.
Bosch sieht mit der Akzeptanz der neuen europäischen Standards EN 50132 ein hohes und durchgängiges Leistungsniveau für
Sicherheitssysteme in ganz Europa gewährleistet, auf das sich sowohl Nutzer als auch Errichterfirmen verlassen können.
Mit EN-kompatiblen Systemen können Sicherheitskräfte sicher sein, dass nicht nur alle Vorkommnisse, sondern auch Zuverlässigkeit,
Funktions- und Sabotagesicherheit überwacht, aufgezeichnet und gemeldet werden.
Die europäischen Standards EN 50132 werden nach und nach bestehende nationale Standards ersetzen. Sie werden auch in den
europäischen Ländern gelten, die bisher über keine eigenen Festlegungen verfügen. Damit wird eine objektive Vergleichbarkeit
unterschiedlicher Systeme in Qualität und Leistung geschaffen, die es dem Nutzer ermöglicht, sich bereits in der
Ausschreibungsphase auf seine spezifische Leistungsbeschreibung zu konzentrieren.
Im Jahre 2009 werden die Neufassung der Festlegungen für Videoübertragung (Teil 5) und der Anwendungsrichtlinien (Teil 7)
weitere wichtige Meilensteine in der Standardisierung von Videoprodukten innerhalb der europäischen Harmonisierung sein.
Frank Rottmann beurteilt die Chancen gut, dass die EN-Standards nicht nur auf europäischer, sondern auch auf internationaler
Ebene Anwendung finden werden: "Derzeit unterliegt die gesamte Normenserie der Prüfung beim Internationalen Technischen Komitee IEC."
Presseartikel, Januar 2009
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